Bist du zu alt?

Ab wann ist man zu alt im Job?

Personalabteilungen sind altmodischer als die moderne Biomedizin.

Das letzte Mal als ich zu hören bekam, ich sei ja noch jung, war mit Ende dreißig von meiner Frauenärztin. Offensichtlich ist die Stimmung in der Medizin besser als in den meisten Betrieben.

In Gesprächen mit Personalern und Kollegen gilt man spätestens ab vierzig durchaus als alt. Erst neulich sprach ich mit einem Headhunter, der mir erläuterte, mit Mitte Vierzig sei die Lernkurve abgeschlossen. Was bis dahin nicht geschafft sei an Karriereschritten, erreiche man nun auch nicht mehr. Viele Klienten sagen, man wolle in Ihren Firmen nur noch junge Leute einstellen. Die seien noch energievoll und, nun ja, eben nicht so alt. So ist das nun mal. Wirklich? Ich sehe das so:

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Maßgeblich am Erfolg beteiligt aber trotzdem nicht bekannt?

Unter dem Radar

Maßgeblich am Erfolg beteiligt aber trotzdem nicht sichtbar? Dann gehören Sie zur Wrecking Crew.

The Wrecking Crew  war eine Gruppe von Studio Musikern in Los Angeles, die hinter etlichen Welthits aus den 60er und 70er Jahren stehen, wie zum Beispiel Songs von Frank Sinatra, den Beach Boys, Simon & Garfunkel, Elvis Presley, the Mamas & the Papas. Viele Produzenten bestanden darauf, nur mit diesen Musikern zu arbeiten. In der Öffentlichkeit allerdings kennt diese Profis kaum einer. Ein Schicksal, dass viele fleißige Arbeitskräfte mit Ihnen teilen.


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Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral

Vergesst Soft Skills, kauft Aktien!

"Johanna Quandt hat mit ihrer Herzlichkeit und ihrer warmen, unkomplizierten Art ihr Umfeld beeindruckt," war kürzlich von Norbeit Reithofer, dem BMW Aufsichtsratschef zu hören. So wird nahegelegt, Freundlichkeit, Warmherzigkeit und eine im weitesten Sinne empathische Kommunikationskultur wären Erfolgsfaktoren im Beruf. Ich muss enttäuschen. Das genaue Gegenteil ist der Fall. In Wahrheit läuft es so:

Social Skills sind nützlich, wenn du Entscheider in dich verliebt machen willst, wenn Kunden zur Unterschrift unter einen schönen Kaufvertrag bewegst, wenn du in einem Gehaltsgespräch die Argumentation der Gegenseite geschickt aushebeln kannst und dabei deine Interessen charmant durchsetzt. Pure Freundlichkeit und ein nettes Wesen sparst du dir am besten für den privaten Lebensbereich auf. Im Job können allzu viel Offenheit und Zuvorkommenheit eindeutig schaden.


Als gut erzogen zu gelten ist ok, aber ansonsten gerät man mit Freundlichkeit und Verständnis ganz schnell in die menschelnde Ecke derjenigen, die eine Führungsrolle nicht übernehmen können, weil sie zu nett und zu weich sind. Warte also, bis du wirklich die Machtposition inne hast die du wolltest, bevor du dir überlegst, ob du dir ein freundliches Image gestatten willst. Denn erst von einer Machtposition aus weiß die Umwelt soziale Intelligenz und Freundlichkeit wieder zu schätzen. Merke: Erst kommt das Aktienpaket, dann kommt die Freundlichkeit.

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Vorurteile für sich arbeiten lassen

Wie verzerrte Wahrnehmungen zu Karriereerfolg und Lebenszufriedenheit beiträgt

 Innerhalb einer Organisation ist es für Sie von existenzieller Bedeutung zum inneren Kreis zu gehören. Diese Zugehörigkeit entscheidet darüber, ob Sie befördert werden, ein höheres Gehalt bekommen und interessantere, gut budgetierte Projekte machen können oder nicht. So einfach ist das. Aber wie kommen Sie in den inneren Kreis? Der Weg führt über die, die schon dort sitzen, wo Sie erst hinwollen.

 

 

Lernen Sie die Regeln und Wahrnehmungen der Machthaber kennen und nutzen Sie die Erkenntnisse der modernen Psychologie für Ihr Vorankommen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Wahrnehmungsverzerrungen, die im Englischen ‚Bias‘ genannt werden. Beim Bias handelt es sich um einen systematischen unabsichtlichen Denkfehler, der ein mögliches Ergebnis zu Unrecht gegenüber einem anderen favorisiert. Über die Wirksamkeit und Folgen einer bestimmten Vorgehensweise werden mit unbewusster Regelmäßigkeit falsche Schlüsse gezogen. Diese systematischen Fehler können Ihr Leben radikal erleichtern.

 

Insbesondere bei den sogenannten Alphatieren unter den Topentscheidern aber auch bei vielen niederrangigen Vorgesetzten ist ein vorherrschendes Bias zum Beispiel der, dass die eigene Persönlichkeit und Führungsfähigkeit hervorragend, wenn nicht außerordentlich genial sind. Als Mitarbeiter mag Sie das befremden oder sogar nerven, ich lege Ihnen aber ans Herz legen, in diesen Fehlurteilen einen Wegweiser zu sehen, der Ihnen die Bahn in eine goldene Zukunft zeigt.

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Nur Bares ist wahres.

Über die sogenannte intrinsische Motivation

Oft ist zu hören und zu lesen, dass Geld ja nicht motiviere, sondern Menschen am meisten motiviert würden durch ein Lob vom Chef, eine Auszeichnung vor dem Team oder andere Zeichen der Wertschätzung.

Ich denke da oft an meine Oma, die einst im Kombinat, in dem Sie arbeitete, als "Heldin der Arbeit" ausgezeichnet wurde...

 

Als Kinder haben wir die Auszeichnung beim Stöbern in ihren Sachen gefunden und herzlich darüber gelacht. Meiner Oma war der Fund ganz unangenehm. Sie hat uns die Urkunde entrissen und mit einem "Eschä" zurück in die hinterste Ecke des Schranks befördert.

Spielen denn die Fußballprofis ohne Siegprämien? Würde dein Vorgesetzter ohne Dienstwagen und Tantiemen seinen Posten so engagiert verteidigen? Von einem Lob kann man sich nichts kaufen. Wahre Wertschätzung drückt sich da aus, wo deine Firma wirklich etwas rüberwachsen lässt. Im Alter ein paar schöne Bundesanleihendepots oder Immobilien sind doch befriedigender als eine Urkunde zur Heldin der Arbeit. In diesem Sinne wollen wir das Jahr 2019 der Erhöhung unseres Gehaltes/ Einkommens widmen. Dabei unterstütze ich Euch gerne. Zum direkten Gehaltscoaching geht's hier, Posts zum Thema kommen im Januar. Viel Erfolg fürs Neue Jahr!

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